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Die Kastration
So lieb und umgänglich unser halbwüchsiger Katermusch auch ist seit er überall im Haus seine Harnmarkierungen spritzt, um seinen Einflußbereich zu kennzeichnen, ist es beschlossene Sache, ihn kastrieren zu lassen. Denn bitte, wer lebt schon gern in Raubtieratmosphäre? Außerdem möchten wir es ihm ersparen, sich des Nachts herumprügeln zu müssen. Und schließlich meinen wir, daß wir Verantwortung dafür tragen, die Katzenpopulation unter Kontrolle zu halten.Wir besitzen einen gepolsterten, verschließbaren Weidenkorb, der seine Bewährung als Katzentransportbehältnis bereits mehrfach bestanden hat. Dort hinein kommt Katermusch und wir fahren mit ihm zum Tierarzt. Das Rütteln und Schütteln des Wagens ein für ihn unbekanntes Erlebnis erfüllt ihn mit Schrecken. Er miauzt kläglich. Doch mit dem bevorstehenden Eingriff hat dieses nichts zu tun. So gut es geht beruhigen wir ihn mit unseren Stimmen. Entgegen unseren Erwartungen ist er beim Tierarzt ruhig und ohne die Spur einer ängstlichen Reaktion. Vermutlich ist er froh, unsere vertrauten Gesichter zu sehen. So verläuft auch das Setzen der Betäubungsspritze unter die Rückenhaut ohne Probleme. Wenige Minuten später liegt Katermusch im Tiefschlaf. Er wird auf den blitzsauberen OP-Tisch gehoben und rücklings auf einer ausgeformten Gummimulde so befestigt, daß der Ort des Eingriffs gut zugänglich ist. |